Apr 19

Sattes Motorengebrummel und noch richtige Abgase erfüllten am Sonntagmorgen den Parkplatz vor Staas. Der US-Car-Stammtisch Bramsche hatte zu seinem vierten Jahrestreffen im Frühjahr eingeladen, und rund 250 Freunde der antiken US- Automobile wurden bei freundlichstem Wetter zu den „Benzingesprächen“ beispielsweise aus Dortmund, Bremen, Münster oder Minden erwartet.

Als Eröffner der Saison bot das Meeting den stolzen Besitzern der Ford Thunderbirds, der Chryslers, GMs, der Plymouths, der Dodges, Pontiacs oder Buicks die willkommene Gelegenheit, nach dem einsamen Winter ihre sorgsam behüteten Schätze aus der sicheren Garage zu holen, und endlich mal wieder mit ihnen Gas zu geben. Viele Kilometer im Jahr sind es ohnehin nicht, die mit den wertvollen Fahrzeugen zurückgelegt werden. Der Verbrauch von bis zu 25 Liter pro 100 Kilometer sowie vor allem der Schonungsgedanke lassen die Eigentümer Zurückhaltung beim Wertverschleiß üben.

Wer, wie Reinhard Wieferig und Frank Theede, gar einen Cadillac sein Eigen nennen kann, fährt schließlich nicht nur mit einem Blickfänger zum Brötchenholen. Allein der Wert der Fahrzeuge ist ein beachtlicher und will gut erhalten bleiben. Über den Winter hinweg wurde von den US-Car-Fans in der Garage ihr gutes Stück gewartet und poliert, wurden Keilriemen nachgespannt und Lichtmaschinenkohlen erneuert. Rund 2000 Kilometer sind es pro Jahr, die zum Beispiel die Cadillacs von Wieferig und Theede bewegt werden. Etwa die gleiche Stundenanzahl wie in den Luxusschlitten verbringen die Automobilisten in der übrigen unter oder an ihren Fahrzeugen, um sie im Topzustand zu erhalten.

Diesen den interessierten Kollegen vorzuführen, über die Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten für Lichtmaschinen zu fachsimpeln, sich zwischen zwei Oldtimersportwagen zu sonnen oder einfach nur dem James-Dean-Feeling in einem Ford Thunderbird von 1960 nachzuspüren, für all dies bot das Treffen hinreichende Gelegenheiten.

Wer wollte, konnte sich außerdem noch von Ralf Berger ein mit sicherer Hand gemaltes Tattoo auf den Lack stylen lassen, bevor es nach der Zusammenkunft der Oldieliebhaber wieder zurück in die heimische Garage ging.

Black or white? Zu welchem der hochglanzpolierten Schlitten die Sonnenanbeterin auch gehört – zwischen den Karossen ließen sich die wärmenden Strahlen jedenfalls entspannt genießen. Fotos: Holger Schulze

(via) Bramscher Nachrichten

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